12 April 2026, 08:12

Unbekanntes Kapitel: Jüdische Emigration aus Duisburg erstmals systematisch dokumentiert

Altes Buch mit hebräischem Text auf einem schwarzen Hintergrund, die sichtbare Seite liest "Jüdisches Pessach-Seder".

Unbekanntes Kapitel: Jüdische Emigration aus Duisburg erstmals systematisch dokumentiert

Neue Studie zu jüdischer Emigration aus Duisburg wird am 13. November 2023 vorgestellt

Am 13. November 2023 wird Johanna Ritzel die Ergebnisse ihrer Masterarbeit präsentieren – die erste systematische Dokumentation dieser Art seit 1986. Die Veranstaltung beleuchtet ein entscheidendes Kapitel der Duisburger Stadtgeschichte und widmet sich den Themen Flucht, Vertreibung und den schwierigen Entscheidungen, vor denen jüdische Bürgerinnen und Bürger damals standen.

Ritzels Forschung untersucht die Auswanderung und Flucht jüdischer Männer und Frauen aus Duisburg. Sie geht zentralen Fragen nach, etwa wie viele Einwohner die Stadt verließen und wann die Hauptphasen der Abwanderung stattfanden. Die Studie rückt zudem individuelle Biografien in den Fokus und gibt persönliche Einblicke in die Erlebnisse der Geflüchteten.

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Termin und Ort Die Präsentation beginnt um 18:15 Uhr in der DenkStätte im Duisburger Stadtarchiv. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 60 Personen begrenzt.

Aktuelle Bezüge und historische Aufarbeitung Migration, Flucht und Vertreibung sind auch heute noch drängende Themen. Ritzels Arbeit verbindet historische Muster mit grundsätzlichen Fragen danach, was es bedeutet, die eigene Heimat zu verlassen – ob aus freiem Willen oder Zwang.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, eine bisher kaum dokumentierte Phase der Duisburger Geschichte kennenzulernen. Ritzels Forschungsergebnisse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zeichnen ein klareres Bild der jüdischen Emigration aus der Stadt. Interessierte können ohne Voranmeldung teilnehmen; die Plätze werden nach dem Windhundprinzip vergeben.

Quelle