VAR-Chaos im Bayern-Leverkusen-Spiel: Fehlentscheidungen und Frust nach 1:1
Hans-Theo Kuhl"Kein Schmetterling im Leben": Bayern ärgerlich nach Roter Karte für Díaz - VAR-Chaos im Bayern-Leverkusen-Spiel: Fehlentscheidungen und Frust nach 1:1
FC Bayern München und Bayer Leverkusen trennten sich im März 2026 1:1 – doch das Spiel stand im Schatten einer Reihe umstrittener VAR-Entscheidungen. Die Schiedsrichterentscheide ließen beide Mannschaften frustriert zurück, insbesondere der FC Bayern zeigte sich über zentrale Szenen des Spiels verwirrt. Mehrfache Eingriffe, darunter Rote Karten und aberkannte Tore, sorgten auch nach dem Schlusspfiff für Diskussionen.
Der erste große Streitpunkt ereignete sich in der 26. Minute, als Jonathan Tah von Leverkusen ein Tor wegen Handspiels aberkannt wurde. Später, in der 61. Minute, traf es Harry Kane vom FC Bayern: Sein Treffer zählte nicht, nachdem der Ball ihm beim Blocken einer Abwehr von Leverkusens Torhüter Janis Blaswich an den Arm gesprungen war.
Nicolas Jackson sah in der 42. Minute zu Recht die Rote Karte – ein Urteil, das der FC Bayern nicht anfocht. Die umstrittenste Szene folgte jedoch in der 84. Minute, als Luis Díaz nach einer zweiten Gelben Karte des Platzes verwiesen wurde. Schiedsrichter Christian Dingert gab später zu, nach Sicht der Bilder einen Fehler begangen zu haben. Díaz war zuvor im Strafraum von Blaswich leicht gefoult worden, hatte sich aber sofort wieder gefangen und keine Reaktion gezeigt.
Bayerns Torhüter Sven Ulreich kritisierte die Rolle des VAR bei der Aberkennung von Kanes Tor, während Leverkusens Trainer Vincent Kompany und Verteidiger Jonathan Tah gleichermaßen unverständnis über Díaz' Platzverweis äußerten. Trotz der Verärgerung gab es keine bekannten Änderungen an den VAR-Regeln in der Bundesliga oder anderen europäischen Wettbewerben.
Das Remis hinterließ bei beiden Teams Fragen zu zentralen Entscheidungen – der FC Bayern zeigte sich besonders unzufrieden mit dem Einfluss des VAR. Dingerts Eingeständnis eines Fehlers bei Díaz' Roter Karte verschärfte die Kontroverse weiter. Die Partie unterstrich die anhaltenden Spannungen rund um den Videobeweis, ohne dass es im Anschluss zu einer offiziellen Überprüfung seiner Anwendung kam.