Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Jobs in Gefahr
Verallia Deutschland AG kündigt Schließung des Glaswerks in Essen an
Die Verallia Deutschland AG hat Pläne bekannt gegeben, ihr Glaswerk in Essen stillzulegen. Von der Schließung sind 310 Beschäftigte betroffen, was bei lokalen Politikern auf scharfe Kritik stößt. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Entscheidung als "herben Rückschlag" für den Industriestandort Essen und die Familien, die vom arbeitsamt abhängen.
Verallia betreibt in Deutschland vier Produktionsstandorte – in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges – und beschäftigt hierzulande über 1.400 Mitarbeiter. Das Essener Werk soll nun aufgrund nachlassender Nachfrage geschlossen werden, während das Unternehmen keine Pläne für seine anderen deutschen Standorte bekannt gegeben hat. Weltweit unterhält die Verallia-Gruppe 32 Glasproduktionsstätten in 11 Ländern mit rund 10.000 Beschäftigten.
Die Stadt Essen hat Unterstützung für die Betroffenen zugesagt. Hilfsangebote sollen über das offizielle Stadtportal sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Essen (EWG) koordiniert werden. Verallia erklärte, eng mit Gewerkschaften und Betriebsräten zusammenarbeiten zu wollen, konkrete Maßnahmen stehen jedoch noch aus.
Lokale Verantwortliche konzentrieren sich nun darauf, die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Geplant sind unter anderem die Suche nach neuen Rezepten für das Gelände sowie die Vermittlung alternativer Arbeitsplätze für die Beschäftigten. Die Schließung markiert einen tiefgreifenden Wandel für Essens Industrielandschaft, in der das Werk seit Langem ein wichtiger Arbeitgeber war.
Mit der Stilllegung des Glaswerks fallen in Essen 310 Arbeitsplätze weg. Stadt und Wirtschaftsförderung bereiten Unterstützungsprogramme für die betroffenen Mitarbeiter vor. Langfristig soll das Gelände neu genutzt und die Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft begrenzt werden.






