26 December 2025, 00:31

Verkehrsausschuss einigt sich auf Kompromisse für Bahnübergang und Radwege in der Region

Eine vielbefahrene Straße mit Fahrrädern, Autos und anderen Fahrzeugen, mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund.

Verkehrsausschuss einigt sich auf Kompromisse für Bahnübergang und Radwege in der Region

Der Verkehrsausschuss hat mehrere langjährige Streitigkeiten über den lokalen Nahverkehr und die Infrastruktur beigelegt. Nach hitzigen Debatten einigten sich die Mitglieder auf Kompromisse für einen Bahnübergang, Busverbindungen und die Neugestaltung von Straßen. Zu den Beschlüssen zählen auch neue Radwege und Pläne zur Baumpflanzung.

Der umstrittenste Punkt betraf die Zukunft des Bahnübergangs. SPD und Grüne setzten sich dafür ein, die Nutzung auf Radfahrer, Fußgänger und Einsatzfahrzeuge zu beschränken. Die CDU hingegen plädierte dafür, ihn vollständig offen zu halten. Man fand eine vorläufige Lösung: Der Übergang bleibt vorerst in Betrieb, doch die Verantwortlichen können die Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt erneut prüfen.

Der Ausschuss beschäftigte sich zudem mit der bevorstehenden Sperrung der S11-Bahnstrecke. Ersatzbusverbindungen wurden zur Priorität – die CDU schlug eine Direktverbindung vom Bahnhof Bergisch Gladbach zum Kölner Hauptbahnhof vor. Alle Mitglieder stimmten zu, sämtliche Alternativen zu prüfen, um Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Die Verkehrssicherheit stand im Mittelpunkt der Umgestaltung der Ferdinand-Stucker-Straße. Die Pläne für eine "Shared-Space"-Gestaltung bis zum Bahnübergang wurden genehmigt, um den Verkehr deutlich zu verlangsamen. SPD und Grüne forderten darüber hinaus einen besseren Zugang zur KVB-Haltestelle Thielenbruch, einschließlich ausgebauter Radspuren. Für Schulen setzte die CDU durch, dass das Projekt "Radfahren zur Schule" für das NCG und die Kleefeld-Schule verlängert wird. Die Verwaltung muss nun neue Radwege für beide Schulen entwickeln, ohne bestehende Strecken zu überlappen. Lokale Parteimittel sollen helfen, das Programm ins nächste Schuljahr zu verlängern.

Eine kleinere, aber symbolträchtige Debatte drehte sich um drei Bäume, die vor dem Rathaus gepflanzt werden sollten. Die CDU lehnte deren Standort ab und schlug alternative Flächen vor. Der Kompromiss sieht vor, dass vor dem Gebäude niedrige Sträucher gepflanzt werden dürfen, sofern an anderer Stelle geeignete Standorte für die Bäume gefunden werden.

Die Beschlüsse des Ausschusses werden den Verkehr in der Region in den kommenden Monaten prägen. Der Bahnübergang bleibt vorerst geöffnet, doch seine langfristige Zukunft ist weiterhin ungewiss. Neue Busverbindungen, Radwege und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung werden schrittweise umgesetzt, während die Verantwortlichen die vereinbarten Pläne ausarbeiten. Als nächste Schritte stehen die Finalisierung der Entwürfe und die Sicherung der Finanzierung für die genehmigten Projekte an.