11 January 2026, 20:12

Vodafone droht Millionenklage wegen umstrittenen Preiserhöhungen bei Festnetz-Kunden

Ein altes deutsches Wertpapier mit schwarzem Rand und gedrucktem Text.

Klage gegen Vodafone zieht sich hin - Vodafone droht Millionenklage wegen umstrittenen Preiserhöhungen bei Festnetz-Kunden

Vodafone steht vor einer großen Sammelklage wegen Preiserhöhungen, von denen zehn Millionen Kunden betroffen sind. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) führt den Rechtsstreit an und argumentiert, die Preisanpassungen seien rechtswidrig gewesen. Bereits über 110.000 Menschen haben sich der Klage angeschlossen.

Im Mittelpunkt des Streits steht eine monatliche Erhöhung um fünf Euro bei Festnetz-Internetdiensten. Verbraucherschützer werfen Vodafone vor, die Preiserhöhung nicht ausreichend begründet zu haben. Daraufhin hat das Oberlandesgericht Hamm das Verfahren ausgesetzt und zentrale Fragen dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorgelegt.

Da der EuGH nun in den Fall involviert ist, wird eine endgültige Entscheidung vor 2026 kaum zu erwarten sein. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnten betroffene Kunden ihre Erstattungen automatisch erhalten – ohne selbst gesondert klagen zu müssen.

Die vzbv hatte den ursprünglichen Antrag auf Einleitung der Sammelklage gestellt. Ihr Ziel ist es, Vodafone zur Rücknahme der Preiserhöhungen zu zwingen und diejenigen zu entschädigen, die mehr bezahlt haben.

Der Ausgang des Verfahrens hängt nun vom Urteil des EuGH ab, das klären soll, ob Vodafone mit den Preiserhöhungen gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen hat. Ein Sieg der Kläger würde direkte Rückerstattungen für Millionen Kunden bedeuten. Allerdings könnte es Jahre dauern, bis der Fall abschließend geklärt ist.