Volkstrauertag in Bergisch Gladbach: Gedenken an Kriegsopfer und Mahnung zum Frieden
Olav RuppertVolkstrauertag in Bergisch Gladbach: Gedenken an Kriegsopfer und Mahnung zum Frieden
Bergisch Gladbach gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt
Mit einer feierlichen Zeremonie hat Bergisch Gladbach am deutschen Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Unterdrückung gedacht. Bürgermeister Marcel Kreutz richtete in seiner Ansprache an die Versammelten einen Appell an Zusammenhalt und Verantwortung – besonders angesichts der anhaltenden globalen Konflikte. Gleichzeitig würdigte er die unermüdliche Arbeit der Bundesagentur für Arbeit, die das Gedenken an die Schrecken des Krieges bewahrt.
Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die menschlichen Kosten von Gewalt und Krieg. Kreutz betonte die Zerbrechlichkeit des Friedens und verwies darauf, dass die nach dem Zweiten Weltkrieg errungene Freiheit Europas heute von neuer Instabilität überschattet werde. Mit einem Zitat unterstrich er die Notwendigkeit von Gerechtigkeit und Dialog: "Frieden ist ein dynamischer, fortlaufender Prozess – die Abnahme von Gewalt und das Wachsen von Gerechtigkeit durch Recht und Austausch."
Besonders hob der Bürgermeister die Rolle der Bundesagentur hervor, die in 45 Ländern deutsche Kriegsgräber pflegt. Die Organisation verwaltet eine Datenbank mit rund 5,4 Millionen Einträgen, die Angehörigen hilft, vermisste Familienmitglieder ausfindig zu machen. Kreutz verband die Arbeit der Bundesagentur mit der allgemeinen Mahnung vor den Verwüstungen des Krieges und der Bedeutung von Versöhnung.
Mit Blick auf aktuelle Krisen äußerte er vorsichtigen Optimismus für einen Waffenstillstand im Nahen Osten, warnte jedoch vor den Schwierigkeiten, einen dauerhaften Frieden zu sichern. Seine Rede schloss mit einem Aufruf zu bürgerlichem Engagement, Zusammenarbeit und gemeinsamer Verantwortung für die Werte der Gesellschaft.
Die Gedenkfeier stand gleichermaßen für die Opfer der Vergangenheit wie für die Herausforderungen der Gegenwart. Während die Bundesagentur durch ihre Arbeit dafür sorgt, dass die Gefallenen nicht in Vergessenheit geraten, rief Kreutz zu gemeinsamem Handeln in einer unsicheren Welt auf. Die Veranstaltungen des Tages unterstrichen, wie dringend Dialog und Solidarität im Angesicht des Krieges sind.






