Vom Flüchtling zum Beamten: Wie ein Dorf einem Mann ein neues Leben ermöglichte
Horst FischerVom Flüchtling zum Beamten: Wie ein Dorf einem Mann ein neues Leben ermöglichte
Hosheen Shekhi, ein kurdischer Flüchtling aus Damaskus, kam 2015 mit kaum Deutschkenntnissen nach Deutschland. Heute spricht er nicht nur fließend Deutsch, sondern träumt sogar auf Deutsch. Seine Geschichte spiegelt das Engagement einer kleinen Gemeinschaft in Schildgen wider, wo ihm Einheimische halfen, ein neues Leben aufzubauen.
Shekhi lebte zunächst in Niedersachsen, bevor er ins Rheinland zog und schließlich in Schildgen eine neue Heimat fand. Dort lernte er die Familie Huber kennen, die ihn Anfang 2016 bei sich aufnahm. Mit ihrer Unterstützung erlernte er schnell die Sprache und bestand die B1-Prüfung – ohne je einen offiziellen Sprachkurs besucht zu haben.
Schildgen, ein Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach, hat seit 2015 über 1.000 Geflüchtete aufgenommen. Rund 100 Einwohner gründeten eine ehrenamtliche Initiative, um Neuankömmlingen wie Shekhi bei der Integration zu helfen. Bis 2023 hatte er eine Stelle bei der örtlichen Arbeitsagentur in Leverkusen gefunden.
Mittlerweile ist Shekhi verheiratet und hat einen neun Monate alten Sohn. Zu Hause und mit den meisten Freunden und Kollegen spricht er Deutsch. Sein Alltag – zwischen Beruf und Familie – hat ihn fest in der Gemeinschaft verankert.
Shekhis Geschichte zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement Leben verändern kann. Vom Flüchtling zum Angestellten im öffentlichen Dienst verdeutlicht sein Werdegang, welche Rolle Sprache, Gemeinschaft und Chancen spielen. Heute ist er voll integriert, zieht sein Kind groß und trägt zur regionalen Arbeitswelt bei.






