13 March 2026, 22:16

Vom Münchner Schriftsteller zum Samurai-Meister in Bayern

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung eines Samurai im traditionellen japanischen Stil, mit detaillierten und leuchtenden Farben auf einem weißen Hintergrund.

Vom Münchner Schriftsteller zum Samurai-Meister in Bayern

Markus Lösch, heute bekannt als Ōtsuka Ryūnosuke, leitet eine traditionelle Samurai-Schule namens Hokushin Ittō-ryū Hyōhō. Der in München geborene Deutsche verließ mit 18 seine Heimat, um in Japan die authentische Kunst der Samurai zu meistern. Sein Weg vom Schriftsteller zum Kampfkunstlehrer führte ihn über Kontinente – und nun zurück nach Bayern.

Ōtsukas Laufbahn begann in München, wo er zunächst davon träumte, Schriftsteller zu werden. Nach einer Verletzung, die ihn zwang, das englische Langbogen-Schießen aufzugeben, wandte er sich japanischen Kampfkünsten zu. Er trainierte Kendō und Iaidō, bevor er sich ganz dem Weg des Samurai verschrieb.

Mit 18 zog er nach Japan, um unter einem Meister zu lernen. Jahre später adoptierte ihn sein Lehrer, und er nahm den Namen Ōtsuka Ryūnosuke an. 2016 übernahm er die Schule und verlegte ihren Hauptsitz von Tokio nach München.

Bis 2025 hatte die Schule sich ausgeweitet, mit Standorten in Deutschland, Italien, Ungarn, Österreich, Polen, der Schweiz und Großbritannien. Im selben Jahr verlagerte Ōtsuka den Hauptsitz erneut – diesmal nach Lengenwang, in die Nähe seiner Eltern. Der neue Standort umfasst einen Bauernhof, den er zu einem Trainingszentrum umbauen will.

Die Renovierung soll den Garten in ein "Freiluft-Dōjō" verwandeln und die alte Scheune zu einem Raum für traditionelles Training umgestalten. Zudem wird auf dem Gelände ein japanischer Schrein errichtet. Über das Kampftraining hinaus möchte Ōtsuka die Gemeinschaft durch Matsuri, traditionelle japanische Straßenfeste, zusammenbringen.

Die Schule ist heute in acht Ländern aktiv, mit ihrem Hauptsitz im ländlichen Bayern. Ōtsukas Vision verbindet Kampfkunsttraining mit kulturellen Veranstaltungen für die Region. Der umgebauten Hof soll zu einem Zentrum der Samurai-Tradition in Europa werden.

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