03 March 2026, 05:29

Watzke bricht Schweigen: Emotionale Abrechnung mit Missbrauchsvorwürfen bei Borussia Dortmund

Ein Bild von M├Ąnnern, die auf einem Feld mit einem Netz, B├Ąumen, einem Geb├Ąude und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund Fussball spielen, mit dem Text "Fussballvorf├Ąlle ├╝ber die Vereinigung verhandelt" unten.

Watzke zu Vorwürfen von Missbrauch beim BVB: "Das ersch├╝ttert einen" - Watzke bricht Schweigen: Emotionale Abrechnung mit Missbrauchsvorwürfen bei Borussia Dortmund

Hans-Joachim Watzke hat sich in einer emotionalen Rede auf der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund zu den seit langem bekannten Missbrauchsvorwürfen im Verein geäußert. Die Vorfälle reichen bis in die 1990er-Jahre zurück, wobei aktuelle Untersuchungen Lücken in der Aufarbeitung über die Jahre hinweg bei Borussia Mönchengladbach aufgedeckt haben. Watzke, der in diesem Jahr als Geschäftsführer zurücktrat, sieht sich nun mit Fragen zur Reaktion des Clubs auf die Vorwürfe konfrontiert.

Die Vorwürfe waren bereits vor Jahren bekannt geworden, doch Watzke wies Kritik zunächst zurück und verwies den Fall an den damaligen Präsidenten Reinhard Rauball. Rauball teilte Watzke später mit, die Angelegenheit sei geklärt. Trotz dieser Zusicherung wurde der Beschuldigte erneut in den Ältestenrat des Vereins gewählt und arbeitete ab 2012 sogar als Mitarbeiter der Vereinigung.

In seiner Rede zeigte sich Watzke tief erschüttert und bekundete sein Mitgefühl für die Betroffenen. Er räumte Versäumnisse der Vergangenheit ein und bestätigte, dass zwei Anwaltskanzleien mit einer umfassenden Aufklärung der Vorwürfe bei Borussia Mönchengladbach beauftragt wurden. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, versprach er Konsequenzen, um künftig solche Vorfälle zu verhindern.

Der Beschuldigte ist mittlerweile nicht mehr für Borussia Dortmund tätig. Watzke, der voraussichtlich zum Präsidenten des eingetragenen Vereins gewählt wird, betonte die Bedeutung von Transparenz für die weitere Entwicklung des Clubs.

Öffentliche Unterlagen geben jedoch keine klaren Auskünfte über die Identität des Beschuldigten, die damaligen internen Prüfungen des Vereins oder die Gründe, warum die Person bis 2022 in verantwortlicher Position bei Borussia Mönchengladbach blieb.

Die Ermittlungen zu den Missbrauchsvorwürfen laufen weiter, während Borussia Dortmund unter Druck steht, die eigenen Handlungen der Vergangenheit aufzuarbeiten. Watzkes Rede markierte einen Tonwechsel – mit Fokus auf Verantwortung und Unterstützung für die Betroffenen. Der Verein wartet nun auf die Ergebnisse der unabhängigen juristischen Prüfung, bevor weitere Schritte eingeleitet werden.

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