02 February 2026, 04:07

WDR zieht aus Köln-Bocklemünd aus – was das für Studios wie "Kölner Treff" bedeutet

Ein verlassenes Gebäude mit Graffiti an den Wänden und Säulen, sichtbarer Boden, Rohre an den Wänden und eine Tür im Hintergrund.

WDR zieht aus Köln-Bocklemünd aus – was das für Studios wie "Kölner Treff" bedeutet

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) verlagert mehrere Abteilungen von seinem Standort in Köln-Bocklemünd. Der Sender will seine Abläufe zentralisieren und die Produktionsstätten für die digitale Ära modernisieren. Von der Verlegung betroffen sind unter anderem Studios für beliebte Formate wie den "Kölner Treff" und "Quarks".

Der Standort Bocklemünd beherbergt seit Jahrzehnten WDR-Produktionen und diente als Basis für langjährige Formate wie "Lindenstraße". Doch der Sender hält die Immobilie mittlerweile für veraltet und wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Ein Projektteam wird zunächst den Bedarf der betroffenen Bereiche prüfen, bevor neue Standorte festgelegt werden.

Abteilungen wie Veranstaltungstechnik, Ateliers und On-Air-Design sollen bis 2028 umziehen. Nach Abschluss der Verlegung plant der WDR, das Gelände in Bocklemünd zu verkaufen. Das gesamte Konsolidierungsvorhaben soll spätestens 2035 abgeschlossen sein.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die Effizienz zu steigern und eine agile, digital ausgerichtete Produktion zu fördern. Sendungen wie "Tiere suchen ein Zuhause" werden im Rahmen der Neuordnung in neue Studios im Kölner Zentrum wechseln.

Die Verlegung soll die Abläufe des WDR straffen und den Anforderungen des modernen Rundfunks gerecht werden. Der Verkauf des Bocklemünd-Geländes erfolgt, sobald alle betroffenen Einheiten umgezogen sind. Die rund 4.000 Mitarbeiter des Senders werden von den Veränderungen betroffen sein, wobei die genaue Zahl der direkt involvierten Abteilungen noch nicht genannt wurde.