22 February 2026, 04:20

Weißstörche kehren 2025 mit Rekordzahlen früher nach Deutschland zurück

Ein detailliertes Gemälde von zwei Storken, die auf einem Nest aus Zweigen und Gras stehen, mit langen Hälsen und Schnäbeln, vor einem weißen Hintergrund.

Angepasster Storch - Die Neue Welt der Weißen Storken - Weißstörche kehren 2025 mit Rekordzahlen früher nach Deutschland zurück

Weißstörche kehren 2025 früher als üblich nach Deutschland zurück

Schon im Januar 2025 wurden die ersten Weißstörche in Deutschland gesichtet – früher als in den Vorjahren. Nach dem 6. Februar stieg ihre Zahl deutlich an, ein Trend zu immer früheren Ankünften im Vergleich zu früheren Jahrzehnten. Besonders bemerkenswert: In Nordrhein-Westfalen brüteten in diesem Jahr 1.027 Paare und zogen 1.540 Jungvögel groß – ein historischer Rekord für die Region.

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Die Zugrouten der Störche haben sich im Laufe der Zeit stark verändert. 2025 nutzten über 95 Prozent der deutschen Weißstörche die westliche Route, einen kürzeren und sichereren Weg als die traditionelle östliche Strecke. Auch ihr Nahrungsspektrum hat sich erweitert: Neben Fröschen stehen nun vermehrt Regenwürmer, Engerlinge und Feldmäuse auf dem Speiseplan.

Der Kreis Minden-Lübbecke, insbesondere die Gemeinde Petershagen, hat sich mit 190 brütenden Paaren in diesem Jahr zu einem zentralen Rückzugsgebiet entwickelt. Gleichzeitig bleiben die Weseler Auen und die Lippe-Flussniederungen wichtige Lebensräume. Ein deutlicher Kontrast zu 1991, als der Storchenbestand in Nordrhein-Westfalen mit nur drei Brutpaaren am Weser-Ufer seinen Tiefpunkt erreichte.

Der Klimawandel scheint eine Rolle bei der Erholung der Art zu spielen. Mildere Winter kommen den Vögeln zugute, doch warnen Experten, dass anhaltende Sommertrockenheit ihre Nahrungsgrundlage gefährden könnte. Auch die Vogelgrippe hat in Spanien bereits Störche getroffen – das volle Ausmaß der Verluste wird sich erst zeigen, wenn die ortstreuen Tiere zu ihren Brutplätzen zurückkehren.

Die Rückkehr der Weißstörche in Deutschland ist sowohl ein Erfolg des Artenschutzes als auch ein Zeichen für veränderte Umweltbedingungen. Mit Rekordzahlen bei der Brut 2025 erobern die Vögel verlorenes Terrain zurück. Doch anhaltende Bedrohungen wie Krankheiten und Extremwetter lassen ihre langfristige Zukunft ungewiss erscheinen.