"Wer weiß denn sowas?"-Chaos: Raab als Ken und peinliche 70er-Klischees
Horst FischerRaab und Schoeneberger sind das Duo mit dem doppelten Knall - "Wer weiß denn sowas?"-Chaos: Raab als Ken und peinliche 70er-Klischees
Die zweite Folge der RTL-Quizshow "Wer weiß denn sowas?" brachte drei Generationen für einen Abend voller Popkultur, Geschichte und Wissensfragen zusammen. Moderiert von Stefan Raab und Barbara Schöneberger bot die Sendung chaotische Auftritte, nostalgische Filmausschnitte und einige peinliche Patzer.
Zu den Highlights gehörten eine mit Helium untermalte Musiknummer, ein skurriles "Bonanza"-inspiriertes Spiel und ein peinlicher Rückblick auf die Verkehrssicherheitspropaganda der 1970er-Jahre.
Die Show startete mit einem Duett von Schöneberger und Raab, die "Barbie Girl" performten – komplett mit Raab als Ken, der extra eine übertriebene Prothese für einen markanten Überbiss trug. Später stellte sich Schöneberger einer körperlichen Challenge: Zuerst mit einem Summer am Kopf, dann liegend auf einem drehenden Rad, das an die Serie "Bonanza" erinnerte. Sie lobte anschließend scherzhaft ihren Co-Moderator und lud Raab mit einem Augenzwinkern ein, auch in zukünftigen Folgen wieder mitzumachen.
Das Team der Unter-40-Jährigen mit Jan Ullrich und Hans Sigl patzte gleich zu Beginn, als sie Ivan Lendl fälschlich als Boris Beckers Gegner im Wimbledon-Finale 1985 nannten – tatsächlich trat Becker gegen Kevin Curren an. Das Duo der Über-60-Jährigen, Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen, hatte hingegen Schwierigkeiten mit Fragen zum DDR-Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Sophia Thomalla, Tochter des Film-Ausstatter, erzählte eine private Anekdote: Ihre Mutter habe sich in ihren Vater verliebt, weil er dem Prinzen aus dem Märchenfilm ähnelte.
Zwischen den Runden zeigte die Sendung Ausschnitte aus "Der 7. Sinn", einer Verkehrssicherheitsreihe der 1960er- und 70er-Jahre, die für ihre offen sexistischen Darstellungen von Autofahrerinnen berüchtigt war. Balder sorgte derweil für einen heiteren Moment, als er zu "I Saw Her Standing There" der Beatles mitspielte. Hans Sigl beendete später einen Abschnitt mit einem heliumverzerrten Gesang und erklärte das Ganze für "wirklich fantastisch".
Die Folge mischte Wissenspannen mit überdrehten Auftritten – von Raabs Ken-Kostüm bis zu Schönebergers Spielshow-Akrobatik. Die "Der 7. Sinn"-Clips erinnerten schmerzhaft an veraltete Geschlechterklischees in alten Aufklärungsfilmen. Doch die Mischung aus Humor, Nostalgie und Wettbewerb hielt die Stimmung bis zum Schluss auf Hochtouren.






