02 April 2026, 22:12

Wie das Christkind in Deutschland Weihnachtswünsche wahr werden lässt

Altmodische Weihnachtskarte mit Santa Claus, der einen Geschenkesack trägt und Kindern, die einen Weihnachtsbaum tragen, vor einem mondbeschienenen Waldhintergrund und dem Text "Frohe Weihnachten".

Bei den Wüsts holt Santa die Wunschliste ab - Wie das Christkind in Deutschland Weihnachtswünsche wahr werden lässt

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst erinnert sich noch heute an die Magie der Weihnachten seiner Kindheit. Als Junge kreiste er in der Adventszeit gespannt Geschenke in Spielzeugkatalogen ein. Ein Jahr erreichte seine Vorfreude ihren Höhepunkt, als er ein knallrotes Dreirad erhielt – sein kostbarstes Geschenk.

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Jahrzehnte später hält Wüsts eigene Familie die Tradition lebendig. Seine Tochter legt nun jeden Advent ihren Wunschzettel neben einen Teller mit Plätzchen. Bis zum Morgen ist der Brief verschwunden, und die Leckereien weisen kleine Bissspuren auf – das Werk des Christkinds, einer geliebten Figur der deutschen Weihnachtsbräuche.

Die Gepflogenheiten unterscheiden sich je nach Region. In Türkenfeld, Bayern, hängen Kinder ab dem ersten Adventswochenende ihre Wünsche an einen Weihnachtswunschbaum im Rathaus. Das Christkind erfüllt davon einige bis Heiligabend. Lüneburg in Niedersachsen organisiert eine Christkind-Aktion, bei der Geschenke für benachteiligte und geflüchtete Familien gesammelt werden. In Malschwitz, Sachsen, arbeiten Christkind und Weihnachtsmann Hand in Hand, um Wunschbriefe einzusammeln.

Andere Regionen passen die Tradition ebenfalls an. Nach Nürnberger Vorbild betreuen lokale Initiativen in öffentlichen Räumen Wunschbäume. In Aulendorf und Ingerkingen, Baden-Württemberg, konzentrieren sich Wunschstern- oder Sterntaler-Aktionen auf die Wünsche älterer Mitbürger.

Für Familien wie die Wüsts bleibt das Christkind eine Brücke zwischen den Generationen. Der Brauch, Briefe und Plätzchen bereitzulegen, besteht fort – genau wie in unzähligen Städten Deutschlands. Jede regionale Sitte spiegelt den gemeinsamen Glauben an die stille Magie der Weihnachtszeit wider.

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