Wie Landwirt:innen Dürreperioden im Frühling und Frühsommer trotzen können
Horst FischerWie Landwirt:innen Dürreperioden im Frühling und Frühsommer trotzen können
Dürreperioden belasten Landwirtschaft zunehmend – besonders im Frühjahr und Frühsommer
Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft hat nun Empfehlungen veröffentlicht, wie Landwirt:innen sich besser an trockenere Bedingungen anpassen können.
Immer mehr Regionen leiden zu kritischen Zeiten des Jahres unter Wasserknappheit. Besonders betroffen sind Böden mit hohem Ertragspotenzial, aber geringem Humusgehalt – sie haben in Trockenphasen die größten Probleme. Durch die Zugabe von Mist, Kompost, Stroh oder Festmist lässt sich die Bodenstruktur verbessern und die Feuchtigkeit länger speichern.
Auch die Wahl der richtigen Kulturen kann das Risiko verringern. Pflanzen wie Zuckerrüben kommen dank ihrer tiefen und kräftigen Wurzeln besser mit Trockenheit zurecht. Winterroggen wurzelt tiefer als Ausfallweizen und übersteht trockene Frühsommer besser – eine gute Alternative für solche Standorte.
Ebenso entscheidend ist die Sortenwahl: Frühreife Sorten vertragen Dürre gut, erbringen in nassen Jahren aber wegen begrenzter Sonneneinstrahlung oft geringere Erträge. Ertragsstabile Sorten liefern nicht immer die höchsten Erträge für jeden Standort. Der Anbau einer Mischung aus Kulturen mit unterschiedlichen Wasserbedarfsspitzen kann das Risiko streuen und die Belastung der Wasservorräte mindern.
Ziel dieser Strategien ist es, Landwirt:innen dabei zu unterstützen, Dürreperioden besser zu bewältigen. Gesündere Böden und durchdachte Fruchtfolgen stärken die Widerstandsfähigkeit in einem sich wandelnden Klima. Die Leitlinien bieten konkrete Handlungsempfehlungen für Betroffene in zunehmend trockeneren Regionen.






