14 March 2026, 18:15

Willich baut Kita-Angebote um: 440 Plätze zu viel bis 2029

Ein großes Gebäude mit erheblichen Rückständen, darunter Schrott, einen Verkehrskegel und einen blauen Container davor, mit Pflanzen, Pfählen und dem Himmel im Hintergrund, was auf Abrissarbeiten hinweist.

Willich baut Kita-Angebote um: 440 Plätze zu viel bis 2029

Willich passt seine Kinderbetreuungsangebote in den kommenden Jahren grundlegend an. Aufgrund sinkender Geburtenraten und nachlassender Nachfrage rechnet die Stadt bis 2029 mit einem Überschuss von 440 Betreuungsplätzen. Im Rahmen der Umstrukturierung werden mehrere Einrichtungen geschlossen, verlegt oder ausgebaut.

Die Kita Alperhof zieht in das generationenübergreifende Projekt Reinershof um, während die Villa Kunterbunt ihre Kapazitäten an einem neuen Standort ausbauen wird. Die Zukunft der Kita "Blaues Haus" bleibt hingegen über Mitte 2027 hinaus ungewiss.

Die Kita Alperhof verlässt ihr aktuelles Gebäude und bezieht am Standort Reinershof ein neues Domizil, wo bereits eine Vier-Gruppen-Einrichtung geplant ist. Nach dem Umzug soll das alte Gebäude abgerissen werden. Frühere Pläne für einen Neubau am bisherigen Standort wurden aus Kostengründen verworfen.

Auch die Villa Kunterbunt steht vor Veränderungen: Ihr Angebot – einschließlich Mittagsverpflegung und Ganztagsbetreuung – wird im modernisierten St.-Irmgardis-Gebäude erweitert. Die bisherige Kita im St.-Irmgardis-Haus schließt jedoch zum Ende des Kitajahres 2026/2027. Die Stadt beabsichtigt, die Immobilie ab 2027/2028 an die Villa Kunterbunt zu verpachten.

Die vom AWO betriebene Kita "Blaues Haus" in Schiefbahn erhält ihre freiwillige Förderung noch bis zum 31. Juli 2027. Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Verwaltung mit dem Träger über eine mögliche Schließung beraten. Eine Entscheidung steht bisher aus.

Aktuelle demografische Daten, wie sich Familienplanungstrends in den nördlichen Willicher Stadtteilen auf die Nachfrage der vergangenen fünf Jahre ausgewirkt haben, liegen nicht vor. Dennoch zeigen die Prognosen der Stadt einen deutlichen Rückgang beim Bedarf an Betreuungsplätzen.

Bis 2029 wird Willich 440 Plätze mehr anbieten, als benötigt werden. Die Verlegung des Alperhofs, der Ausbau der Villa Kunterbunt und die ungewisse Zukunft des "Blauen Hauses" spiegeln die Anpassung an die veränderte Nachfrage wider. Die Stadt wird die Angebote weiter an die Bevölkerungsentwicklung anpassen.

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