25 March 2026, 16:16

Willich erinnert mit bewegender Zeremonie an die Opfer der Reichspogromnacht

Zwei Kränze mit Bändern hängen an einem Gebäude neben einer Gedenktafel für Holocaust-Opfer.

Willich erinnert mit bewegender Zeremonie an die Opfer der Reichspogromnacht

Willich gedenkt mit feierlicher Zeremonie der Opfer der Reichspogromnacht

Am 9. November hielt Willich eine würdevoll gestaltete Gedenkveranstaltung ab, um der Opfer der Reichspogromnacht zu gedachten. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde am städtischen Mahnmal ein Kranz niedergelegt, begleitet von Reden, musikalischen Darbietungen und Lesungen lokaler Schülerinnen und Schüler.

Die Veranstaltung markierte den 85. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, bei denen in Deutschland und den besetzten Gebieten über 1.400 Synagogen und jüdische Einrichtungen zerstört oder schwer beschädigt wurden. Schüler der Willicher Robert-Schuman-Europaschule verlasen die Namen der Opfer und bewahrten so ihr Andenken.

Erster Bürgermeister Guido Görtz richtete sich in seiner Ansprache an die Versammelten und verurteilte Antisemitismus, Hass und jeden Versuch, die Gräueltaten der Reichspogromnacht zu verharmlosen. Er betonte die Notwendigkeit, heute für Toleranz, Demokratie und Menschlichkeit einzustehen. Weitere Beiträge kamen von Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid, die über die historische Bedeutung des Gedenktages reflektierten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Musikalische Aufführungen rundeten das Programm ab und unterstrichen die feierliche Stimmung. Görtz dankte im Anschluss allen Beteiligten für die Organisation der Gedenkveranstaltung und hob das Engagement der Stadt hervor, sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

Die Feierlichkeiten waren zugleich eine Hommage an die Opfer und ein Appell an kommende Generationen. Indem Willich der Verstorbenen gedachte und Hass entschlossen entgegentrat, bekräftigte die Stadt ihre Verantwortung, die Lehren der Geschichte wachzuhalten.

Quelle