01 May 2026, 08:15

Willich streicht Geschwisterrabatte bei Kitagebühren – Eltern protestieren gegen höhere Kosten

Schwarzes und weißes Plakat mit der Aufschrift "Jeder zahlt, aber wenige profitieren von Kinderarbeit" mit einer Gruppe von Menschen im Hintergrund.

Willich streicht Geschwisterrabatte bei Kitagebühren – Eltern protestieren gegen höhere Kosten

Willich überprüft Kitagebühren angesichts wachsender finanzieller Belastungen

Die Stadt Willich will durch Anpassungen bei Geschwisterrabatten und eine Deckelung der Gebührensteigerungen Kosten sparen und zusätzliche Einnahmen generieren. Eltern und lokale Initiativen haben sich bereits gegen die geplanten Änderungen ausgesprochen.

Die Diskussion über die Kinderbetreuungskosten in Willich zieht sich bereits länger hin – ohne Lösung in Sicht. Nun suchen die Verantwortlichen nach neuen Wegen, um den Haushalt auszugleichen. Ein zentraler Vorschlag sieht vor, die Rabatte für Geschwisterkinder in Kitas und der Nachmittagsbetreuung zu kürzen.

Bisher sind jüngere Geschwister vollständig von den Gebühren befreit. Nach dem neuen Plan soll das erste Geschwisterkind noch einen Rabatt von 75–80 Prozent für die Kita und 60–70 Prozent für die Nachmittagsbetreuung erhalten. Weitere Ermäßigungen für zusätzliche Kinder würden entfallen. Die Stadt rechnet dadurch mit Mehreinnahmen von rund 500.000 Euro. Weitere 100.000 Euro sollen durch eine Begrenzung der Gebührensteigerungen auf drei Prozent eingespart werden.

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Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass die Geschwisterrabatte nicht komplett gestrichen würden. Vielmehr gehe es um eine Anpassung der Beitragssätze und eine indexbasierte Gebührenanpassung. Nachbarstädte wie Nettetal und Kempen erheben bereits durchgehend 50 Prozent der Gebühren für Geschwisterkinder in allen Betreuungsangeboten.

Die Kritik an den Plänen ist massiv: Der Jugend- und Ausbildungsbeirat der Eltern (JAEB) lehnt sowohl die neuen Geschwistergebühren als auch die geplanten Erhöhungen ab. Auch die SPD-Fraktion in Willich spricht sich gegen eine weitere finanzielle Belastung der Familien aus. Unterdessen haben Eltern eine Petition gegen die Änderungen gestartet – mit dem Argument, dass die Betreuung dadurch noch weniger bezahlbar werde.

Die Stadt plant, die Anpassungen der Elternbeiträge bald endgültig zu beschließen. Falls genehmigt, treten die neuen Regelungen im kommenden Haushaltsjahr in Kraft. Die Verantwortlichen versichern, die Maßnahmen seien notwendig, um den Haushalt zu entlasten, ohne die Zugänglichkeit zur Kinderbetreuung zu gefährden.

Quelle