Willichs Bürgermeister Maaßen skizziert Zukunft zwischen Sparzwang und Wohnungsnot
Ariane HolzapfelWillichs Bürgermeister Maaßen skizziert Zukunft zwischen Sparzwang und Wohnungsnot
Willichs Bürgermeister Lukas Maaßen hielt vergangene Woche seine Neujahrsansprache im Rahmen einer örtlichen SPD-Veranstaltung. Die Teilnahme fiel aufgrund glatteisbedingter kurzfristiger Absagen geringer aus als sonst. Dennoch füllte sich der Saal mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und lokalen Traditionen, die gespannt auf seine Pläne für die Stadt warteten.
Maaßen begann mit einem Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen – allen voran das Haushaltsdefizit von 30 Millionen Euro, was pro Einwohner etwa 600 Euro ausmache. Finanzielle Stabilität sei die Grundlage für alle künftigen Projekte, warnte er. Ohne sie drohten Stillstand in den Bereichen Wohnungsbau, Mobilität und anderen Schlüsselthemen.
Zum Thema Wohnungsnot hob er Schiefbahn-Diepenbroich als Erfolgsbeispiel hervor, wo die SPD den Bau von 30 geförderten Wohnungen unterstützt habe. Gleichzeitig räumte er ein, dass viele engagierte Bürger angesichts der Inflation verärgert seien. Er mahnte zur Abkehr von politischem Zynismus und betonte, dass Entscheidungen sowohl sozial gerecht als auch finanziell verantwortungsvoll sein müssten. Zudem gedachte Maaßen Klaus Olaf Platz, einem ehemaligen SPD-Vorstandsmitglied, das im April 2022 unerwartet verstorben war. Seine Rede, die er auf knapp 18 Minuten beschränkte, endete mit dem Appell, Willichs finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren und gleichzeitig Mobilität sowie Wohnungsbau als zentrale Ziele bis 2026 anzugehen.
Maaßens Ansprache gab Willich eine klare Richtung vor – zwischen haushaltspolitischer Vorsicht und sozialen Bedürfnissen. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, die Haushaltslücke zu schließen und gleichzeitig den Wohnungsbau sowie die Infrastruktur voranzutreiben. Seine Worte spiegelten sowohl die Dringlichkeit der finanziellen Lage als auch die Bedeutung wider, das Vertrauen der Bevölkerung zu erhalten.