Automatisierte Güterzüge starten 2025 auf der Betuweroute ihren Praxistest
Hans-Theo KuhlAutomatisierte Güterzüge starten 2025 auf der Betuweroute ihren Praxistest
Bahnbrechender Test für automatisierte Güterzüge startet 2025 auf der Betuweroute
Im Oktober 2025 beginnt auf der niederländischen Betuweroute ein richtungsweisender Versuch mit automatisierten Güterzügen. Erstmals in Europa wurde eine Lokomotive mit Technologie für den automatisierten Regelbetrieb ausgerüstet. Das Projekt soll neue Wege erproben, um den Schienengüterverkehr effizienter zu gestalten.
DB Cargo hat eine Lokomotive mit modernsten Systemen für den Automatischen Zugbetrieb (ATO) und die Fernsteuerung von Zügen (RTO) ausgestattet. Im ATO-Modus übernimmt der Zug selbstständig Beschleunigung, Fahrt, Bremsen und Halten – ganz ohne menschliches Eingreifen. Während des Tests werden zudem verschiedene Wagontypen und Beladungsszenarien geprüft, darunter schwere Massengutwagen und teilweise beladene Kesselwagen.
Der Versuch markiert die erste kombinierte Erprobung von ATO- und RTO-Technologien auf einem offenen Streckennetz. Er ist Teil des Bundesprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr – Innovationen fördern“, das mit 18,86 Millionen Euro gefördert wird. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte, dass Automatisierung die Arbeitsbelastung des Personals verringere und gleichzeitig zukunftssichere Arbeitsplätze im Sektor schaffe.
Sigrid Nikutta, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn für den Güterverkehr, erklärte, automatisierte Lokomotiven könnten die Kapazitäten erhöhen und die Servicequalität im Schienengüterverkehr verbessern.
Der einjährige Testlauf startet im Oktober 2025 und soll zeigen, wie sich die Automatisierung unter realen Bedingungen bewährt. Bei Erfolg könnte dies den Weg für eine breitere Einführung dieser Technologien im europäischen Schienengüterverkehr ebnen.
