27 June 2026, 02:18

Dieter Nuhrs umstrittene Äußerungen zu Femiziden lösen Shitstorm aus

Hunderte von Femiziden: Dieter Nuhr sieht 'praktisch null' Gefahr für Frauen

Dieter Nuhrs umstrittene Äußerungen zu Femiziden lösen Shitstorm aus

Der Komiker Dieter Nuhr hat heftige Kritik geerntet, nachdem er in der Sendung Nuhr im Ersten XXL am 18. Juni umstrittene Äußerungen gemacht hatte. Seine anschließenden Kommentare in den sozialen Medien zu Femiziden und struktureller Schuld verschärften die Debatte weiter. Kritiker werfen ihm vor, die realen Gefahren, denen viele Frauen in Beziehungen ausgesetzt sind, zu verharmlosen.

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Nuhr nahm in einem Facebook-Post zu der Kritik Stellung und konzentrierte sich dabei auf den Begriff „strukturell“. Er argumentierte, dieser unterstelle allen Männern pauschal eine kollektive Schuld. Zudem bestritt er, jemals Witze über Femizide gemacht zu haben, und betonte, dies würde er auch nie tun.

In seinem Beitrag behauptete er, die Wahrscheinlichkeit, in einer Beziehung auf einen Femizid-Täter zu treffen, liege „beinahe bei null“. Zwar räumte er ein, dass jeder einzelne Femizid einer zu viel sei, doch bestehe nach wie vor ein „extrem geringes“ Risiko. Offizielle Zahlen verzeichnen für das Jahr 2024 in Deutschland 328 getötete Mädchen und Frauen.

Kritiker entgegneten, dass fast 80 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt in Deutschland weiblich seien. Sie warfen Nuhr vor, die Erfahrungen der Betroffenen zu ignorieren. Der Komiker verteidigte Männer hingegen gegen das, was er als „überzogene und pauschale Verunglimpfung“ bezeichnete.

Die Diskussion zeigt die Spannung zwischen statistischem Risiko und gelebter Realität. Nuhrs Aussagen und die öffentliche Reaktion offenbaren tiefe Gräben darin, wie über Gewalt gegen Frauen gesprochen wird. Die Debatte dauert an, während beide Seiten an ihren Standpunkten festhalten.

Quelle