20 March 2026, 14:11

Collien Fernandes wirft Ex-Mann Christian Ulmen digitale Gewalt vor – und löst Mediensturm aus

Ein Mann neben einem Fernsehbildschirm.

"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Collien Fernandes wirft Ex-Mann Christian Ulmen digitale Gewalt vor – und löst Mediensturm aus

Die deutsche Medienlandschaft ist in Aufruhr, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes ihren Ex-Mann Christian Ulmen öffentlich schwerwiegender digitaler Misshandlung bezichtigt hat. In einer Reihe von Instagram-Posts am 19. und 20. März 2026 beschrieb sie, was sie als "virtuelle Vergewaltigung" durch Deepfake-Videos und gefälschte Online-Profile bezeichnete. Die Vorwürfe verbreiteten sich rasant in den sozialen Medien, lösten empörte Reaktionen aus und wurden mit dem französischen Fall Pelicot verglichen – unter dem Hashtag #DerFeindImEigenenBett.

Fernandes' detaillierte Schilderungen, die über 350.000 Likes erhielten, skizzieren ein Muster der Manipulation, dem sie sich ihrem Bericht zufolge über längere Zeit ausgesetzt sah. Der Rechtsanwalt Arndt Kempgens verwies auf mögliche Straftatbestände wie Nötigung und schätzte mögliche Schadensersatzforderungen nach spanischem Recht auf einen fünfstelligen Betrag. Gleichzeitig bezeichneten prominente Stimmen wie die Autorin Kristina Lunz den Fall als "deutsches Pelicot", während der BILD-Journalist Peter Thiede die Vorfälle als "atemberaubend" brandmarkte. Große Medienhäuser wie Der Spiegel, n-tv und die österreichische Krone.at griffen die Geschichte auf und stilisierten sie als "Erdbeben" der öffentlichen Meinung.

Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten: Der Streamingdienst Joyn nahm die Comedyserie Jerks. aus dem Programm, in der Ulmen und Fernandes ein ehemaliges Paar spielen. Der Sender ProSieben betonte zwar in einer Stellungnahme den Grundsatz der Unschuldsvermutung, bestätigte aber die Absetzung der Serie.

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Die Vorwürfe dominieren seitdem die Debatten in den deutschen Medien, wobei Juristen und Kulturkommentatoren über die Tragweite digitaler Gewalt diskutieren. Fernandes' Berichte haben eine breite Auseinandersetzung mit Online-Belästigung, Deepfake-Technologie und den Grenzen des Verhaltens nach einer Trennung ausgelöst.

Der Fall hat bereits konkrete Auswirkungen: Jerks. ist auf Joyn nicht mehr verfügbar, und Ulmens öffentliches Ansehen hat schweren Schaden genommen. Zwar stehen juristische Schritte noch aus, doch die Anschuldigungen haben die Diskussion über Privatsphäre, Einwilligung und den Missbrauch von Technologie in persönlichen Konflikten nachhaltig verändert.

Quelle