10 April 2026, 22:12

Duisburg gedenkt der Novemberpogrome mit stiller Demonstration und Schülerbeteiligung

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer mit einem Baum davor, einem Topfgewächs, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.

Duisburg gedenkt der Novemberpogrome mit stiller Demonstration und Schülerbeteiligung

Duisburg gedenkt am Montag, 10. November, mit einer Gedenkveranstaltung an den Jahrestag der Novemberpogrome. Die Feier, organisiert von der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, beginnt um 18 Uhr im Rathaus. Oberbürgermeister Sören Link wird durch das Programm führen, das unter dem Motto "Eintreten für einander" steht.

An der Veranstaltung wirken Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Gesamtschule und des Krupp-Gymnasiums mit. Auch weitere lokale Gruppen gestalten das Begleitprogramm mit.

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Im Anschluss an die Gedenkfeier findet ein stiller Marsch vom Rathaus zur hinteren Stadtmauer am Kuhlenwall statt. Auf dem Weg passieren die Teilnehmenden die Stolpersteine – jene Messingplatten im Gehweg, die an die Opfer des NS-Regimes erinnern. Schülerinnen und Schüler Duisburger Schulen schließen sich dem Marsch an, der mit einer Kranzniederlegung an der Stadtmauer endet.

Die Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg bleibt während der Gedenkveranstaltungen geschlossen. Aufgrund laufender Ausgrabungsarbeiten ist das Gelände vorerst nicht zugänglich.

Die Veranstaltung und der Marsch dienen dem Gedenken an die Gewalt vom 9. November 1938 und ihre Opfer. Die Beteiligung von Schulen und lokalen Organisationen unterstreicht das Engagement der Stadt für Bildung und Erinnerung. Wann die Gedenkstätte wieder zugänglich sein wird, steht derzeit noch nicht fest.

Quelle