Fritz Schramma verlässt CDU nach 49 Jahren und fordert radikalen Wandel
Hans-Theo KuhlFritz Schramma verlässt CDU nach 49 Jahren und fordert radikalen Wandel
Fritz Schramma, langjähriges Mitglied der deutschen CDU, hat die Partei nach fast fünf Jahrzehnten verlassen. Sein Austritt folgt auf Kritik an dem Kölner Parteiverband, dem er vorwirft, nach Wahlniederlagen keine Erneuerung seiner Strategie vorangetrieben zu haben.
Schramma kündigte seinen Rückzug als direkte Reaktion auf jüngste Entscheidungen der Kölner CDU an. Nach enttäuschenden Kommunalwahlergebnissen besetzte der Verband Schlüsselpositionen erneut mit denselben Funktionären – ein Vorgehen, das er als unflexibel und überholt bezeichnete. Stattdessen plädierte er für frischen Führungsnachwuchs, anstatt alte Fehler zu wiederholen.
Trotz seiner Enttäuschung über die lokale Ebene würdigte Schramma die übergeordneten Erfolge der CDU. Er lobte die Arbeit von Ministerpräsident Hendrik Wüst und Bundesvorsitzendem Friedrich Merz als stark und notwendig. Doch seine abschließende Botschaft richtete sich an die jüngeren Mitglieder: Sie sollten Verantwortung übernehmen und die Zukunft der Partei aktiv gestalten.
Sein Austritt markiert das Ende einer 49-jährigen Mitgliedschaft. Schramma stellte die Entscheidung nicht als Abkehr von den Werten der CDU dar, sondern als Impuls für einen Wandel von innen.
Der Rückzug eines erfahrenen Mitglieds wie Schramma unterstreicht die Spannungen im Kölner CDU-Verband. Seine Kritik zielt auf die mangelnde Bereitschaft ab, langjährige Funktionäre nach Wahlniederlagen auszutauschen. Nun steht die Partei vor der Frage, wie sie interne Reformen und den Generationenwechsel angehen wird.






