30 June 2026, 14:11

Gewaltwelle gegen Bahnmitarbeiter in NRW: Jetzt schlagen Verkehrsbetriebe zurück

Mehr Kameras in Bussen, Zügen und Bahnhöfen in NRW

Gewaltwelle gegen Bahnmitarbeiter in NRW: Jetzt schlagen Verkehrsbetriebe zurück

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen nimmt dramatisch zu

In Nordrhein-Westfalen haben die Angriffe auf Bahn- und Buspersonal stark zugenommen: Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Übergriffe registriert. Nun weiten die Verkehrsbetriebe ihre Sicherheitsmaßnahmen aus, um der Entwicklung entgegenzuwirken.

Der Kölner Verkehrsverbund KVB hat nach einer erfolgreichen Testphase seinen Bestand an Körperkameras bereits auf 65 Geräte aufgestockt. Auch die Düsseldorfer Rheinbahn erprobt die Technologie und stattet im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts 20 Mitarbeiter mit Bodycams aus.

Fast alle Busse in Düsseldorf sowie die neuen Fahrzeuge in Aachen sind mittlerweile mit einer vollständigen Innenraum-Überwachung ausgestattet. Rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in NRW nutzen bereits Videotechnik. Körperkameras gehören zudem zur Standardausrüstung der Sicherheitskräfte, die in Zügen und auf Bahnhöfen patrouillieren.

Ein Landesprogramm zum Ausbau der Videoüberwachung an 100 kleineren und mittelgroßen Bahnhöfen steht kurz vor dem Abschluss. Künftige Nachrüstungen sollen sicherstellen, dass sämtliche Züge in NRW lückenlos mit Kameras überwacht werden. Die Aufzeichnungen werden in der Cloud gespeichert, um im Bedarfsfall schnell abrufbar zu sein. Zudem wird geprüft, ob künstliche Intelligenz eingesetzt werden kann, um Videostreams in Echtzeit auszuwerten und mögliche Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.

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Mit dem Ausbau von Kameras und Bodycams sollen Straftaten abgewehrt und Ermittlungen unterstützt werden. Die Verkehrsbetriebe erwarten, dass diese Maßnahmen die Sicherheit für Mitarbeiter und Fahrgäste in der gesamten Region spürbar verbessern werden.

Quelle