18 March 2026, 18:13

Hagener Apotheken schließen bundesweit für faire Vergütungen und Reformen

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel wie andere L├Ąnder für dieselben Medikamente berechnet hat, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Hagener Apotheken schließen bundesweit für faire Vergütungen und Reformen

Am 23. März 2023 werden alle Apotheken in Hagen ihre Türen schließen – als Teil eines bundesweiten Protests. Mitarbeiter aller 27 Standorte, darunter auch die Rathaus-Apotheke von Dr. Christian Fehske, reisen nach Düsseldorf, um faire Vergütungen und Reformen zu fordern. Diesmal geht es nicht um Widerstand gegen Veränderungen, sondern darum, zugesagte Zusagen endlich umzusetzen.

Der Protest markiert einen Wandel im Vergleich zu früheren Kundgebungen. 2021 wehrten sich Apotheken noch gegen geplante Maßnahmen, jetzt pochen sie auf die Umsetzung bereits vereinbarter Reformen. Besonders verärgert sind die Inhaber über jüngste Äußerungen von Vertretern der Krankenkassen, die sie als Rückschritt für die erreichten Fortschritte werten.

Sämtliche 27 Hagener Apotheken bleiben an diesem Tag geschlossen – nur die Victoria-Apotheke in Wehringhausen hält für Notfälle geöffnet. Ihre zentrale Forderung ist eine Erhöhung der festen Abgabegebühr pro Packung, die seit Langem überfällig sei. Mit dem Streik wollen sie zudem Gesundheitsministerin Nina Warken unter Druck setzen, ihre Zusagen an die Apotheken vor Ort einzulösen.

Es ist nicht der erste Großprotest dieser Art. Bereits im November 2023 hatten sich rund 3.500 Apotheken aus Brandenburg, Dresden, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt am Theaterplatz vor der Semperoper in Dresden versammelt. Die Organisatoren hoffen, dass diese aktuelle Aktion durch konkrete Veränderungen weitere Streiks überflüssig macht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Schließung aller 27 Hagener Apotheken wird den Alltag der Bürger beeinträchtigen, Notdienste bleiben jedoch verfügbar. Die Apothekeninhaber haben klar gemacht: Sie erwarten von Gesundheitsministerin Nina Warken, dass sie die vereinbarten Reformen endlich umsetzt. Ohne Fortschritte drohen weitere Arbeitskampfmaßnahmen.

Quelle