25 June 2026, 08:08

Handyverbot an Grundschulen: NRW-Bildungsministerin Feller setzt auf klare Regeln

NRW Bildungsminister: Handys in der Schule teilweise erlaubt

Handyverbot an Grundschulen: NRW-Bildungsministerin Feller setzt auf klare Regeln

Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller hat ihre Position zum Umgang mit Handys in Schulen dargelegt. Sie spricht sich für ein vollständiges Verbot an Grundschulen aus, erlaubt aber einen gezielten Einsatz in der weiterführenden Bildung. Ihre Haltung spiegelt die wachsenden Bedenken hinsichtlich Medienkompetenz und Kinderschutz wider.

Feller befürwortet strenge Regeln für jüngere Kinder: An Grundschulen sollen Handys während der Schulzeit komplett verboten werden. Für weiterführende Schulen sieht sie hingegen kein grundsätzliches Problem in der Nutzung im Unterricht – hier sollen die Lehrkräfte entscheiden, wann und wie die Geräte eingesetzt werden. Zudem unterstützt sie differenzierte Regelungen für ältere Schülerinnen und Schüler.

Über den Unterricht hinaus verweist Feller auf gesamtgesellschaftliche Herausforderungen wie soziale Medien und übermäßige Bildschirmzeit. Sie macht deutlich, dass Schülerinnen und Schüler an Gesamtschulen etwa 110 Stunden pro Woche wach sind – davon verbringen sie nur 28 Stunden in der Schule. Dies zeige, dass Themen wie Jugendschutz und Medienkompetenz weit über den Schulhof hinausreichen, so die Ministerin. Besonders wichtig sei es, Kinder darauf vorzubereiten, sich vor Online-Risiken wie Cybergrooming zu schützen.

Fellers Ansatz vereint klare Beschränkungen mit Flexibilität: Während Grundschulen ein generelles Verbot durchsetzen sollen, bleibt es an weiterführenden Schulen den Lehrkräften überlassen, den Einsatz im Unterricht zu steuern. Im Mittelpunkt steht für sie die Vorbereitung der Jugendlichen auf die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Welt.

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