16 April 2026, 16:14

Heilig-Geist-Kirche in Büderich kämpft um ihre Zukunft zwischen Glaube und Finanznot

Alte steinerne Pfarrkirche mit Menschen davor, umgeben von Bäumen unter einem klaren blauen Himmel, mit Text unten.

Heilig-Geist-Kirche in Büderich kämpft um ihre Zukunft zwischen Glaube und Finanznot

Ungewisse Zukunft für die Heilig-Geist-Kirche in Büderich

Die Heilig-Geist-Kirche in Büderich steht vor einer ungewissen Zukunft, denn finanzielle Engpässe und schrumpfende Gemeinden zwingen zu schwierigen Entscheidungen. Das Erzbistum Köln, das mit einem Rückgang an Priestern und schwindenden Mitteln kämpft, muss nun Kürzungen in Betracht ziehen – darunter auch mögliche Schließungen langjähriger Kirchen.

Die Gemeinde hat bereits mit der Planung für die Zukunft des Standortes begonnen und strebt an, seinen spirituellen Charakter zu bewahren, während gleichzeitig neue soziale Nutzungen wie ein Pflegeheim oder ein Jugendzentrum geprüft werden. Mit nur noch 6.300 Katholiken in Büderich – und weiter sinkenden Zahlen – haben der Pfarrgemeinderat und der Kirchenvorstand monatelang verschiedene Optionen geprüft. Pfarrer Michael Berning und Caroline Klingen setzen sich dafür ein, die Zukunft der Kirche aktiv mitzugestalten, statt auf eine Entscheidung von oben zu warten. Ihr Plan umfasst einen detaillierten Vorschlag für das Gemeindezentrum Heilig Geist, die angrenzende Wiese und die Kirche selbst, die verpachtet oder sogar verkauft werden könnte.

Der Entwurf wird dem Erzbistum Köln, den lokalen Behörden in Meerbusch und Düsseldorf sowie Trägern sozialer Dienste vorgelegt. Auch Entwickler und interessierte Gruppen sollen aufgefordert werden, eigene Ideen für das Gelände einzubringen. Zwar werden vorerst weiterhin Gottesdienste stattfinden, doch der Prozess wird voraussichtlich Jahre dauern – ein Zeichen für die Größe der Herausforderung.

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Die finanzielle Belastung des Erzbistums ist enorm. Jährlich werden weniger als zehn Männer zu Priestern geweiht, und an pastoralen Mitarbeitern mangelt es. Bereits wurde eine neue seelsorgerische Einheit gegründet, die das linksrheinische Düsseldorf mit der Innenstadt verbindet, doch dies hat die Debatte neu entfacht, wie viele Kirchengebäude tatsächlich benötigt werden. Für Heilig Geist hofft die Gemeinde, ihre religiöse Identität zu bewahren – selbst wenn das Gebäude selbst neuen Zwecken dienen muss.

Die Gemeinde räumt ein, dass Schließungen möglicherweise unvermeidbar sind, trotz der emotionalen Bedeutung, einen vertrauten Ort des Gebets zu verlieren. Nun liegt der Fokus darauf, eine Zukunft für den Standort zu sichern, die seine spirituellen Wurzeln bewahrt und gleichzeitig den Bedürfnissen der Gemeinschaft dient. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dort ein Pflegeheim, eine Jugendeinrichtung oder ein anderes soziales Projekt entsteht.

Quelle