Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching
Horst FischerNeuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen anstehende Lieferungen radioaktiven Materials aus Forschungszentren zu einem Zwischenlager. Die Veranstalter warnten, dass die ersten Transporte bereits in der kommenden Woche beginnen könnten.
Rund 450 Menschen beteiligten sich an der Protestaktion, die von 58 lokalen Initiativen, Klimagruppen, Kirchen und politischen Parteien unterstützt wurde. Im Mittelpunkt stand der geplante Transport von 154 Castor-Behältern – 152 aus Jülich und zwei aus Garching – in das Zwischenlager Ahaus. Über mögliche Lieferungen aus Berlin wurden keine Details bekannt gegeben.
Genauere Zeitpläne und Transportrouten bleiben weiterhin geheim. Allerdings haben Gerichtsentscheidungen, darunter ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 2. März 2026, den Weg für die Transporte freigemacht. Behörden und Polizei könnten nun in den kommenden Tagen die ersten Transfers genehmigen.
Kritiker argumentieren, dass die Verlegung von Atommüll zwischen Zwischenlagern wenig sinnvoll sei, solange kein Endlager feststehe. Aktivisten befürchten zudem, dass der erste Transport aus Jülich noch vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen beginnen könnte, die am 26. März starten.
Die Proteste erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden radioaktive Abfälle durch ganz Deutschland transportieren wollen. Da die rechtlichen Genehmigungen vorliegen, könnten die ersten Transporte bald beginnen. Gegner fordern weiterhin Transparenz und einen Stopp der Lieferungen, bis eine langfristige Lösung gefunden ist.






