Junge Menschen entscheiden mit: LEADER-Region startet neues Förderprogramm 2026
Olav RuppertJunge Menschen entscheiden mit: LEADER-Region startet neues Förderprogramm 2026
Die LEADER-Region HIM – Das sind wir! hat ihr Förderprogramm für Kleinprojekte 2026 mit einem neuen digitalen Antragssystem gestartet. Erstmals übernehmen junge Menschen eine Schlüsselrolle bei der Auswahl der geförderten Initiativen. Das Programm zielt darauf ab, die ländliche Infrastruktur und das Gemeinschaftsleben in Hemer, dem nördlichen Iserlohn und Menden zu stärken.
In diesem Jahr läuft das Bewerbungsverfahren erstmals vollständig online – vom 20. März bis zum 26. April 2026. Interessierte Gruppen können ihre Projektvorschläge über die Website www.leader-him.de/kleinprojekte-programm einreichen. Besonders gefördert werden Vorhaben, die öffentliche Räume aufwerten, etwa durch Bänke, Spielplatzgeräte oder Informationsschilder, sowie Projekte, die den Austausch zwischen den Generationen fördern.
Ein neuer Schwerpunkt 2026 liegt auf der Einbindung junger Menschen: Sie bewerten und priorisieren die eingereichten Ideen, während die endgültige Entscheidung bei der Lokalen Aktionsgruppe liegt. Um die Beteiligung zu fördern, finden vom 24. März bis zum 13. April Workshops in Hemer, Iserlohn und Menden statt. Diese sollen Jugendlichen helfen, eigene Projektideen zu entwickeln – insbesondere solche, die Chancen in ihren Gemeinden schaffen.
Die Förderung deckt bis zu 80 Prozent der Kosten ab, wobei das maximale Projektbudget bei 20.000 Euro liegt. Für von Jugendlichen geleitete Projekte gibt es separate Zuschüsse zwischen 1.000 und 8.000 Euro. Gefördert werden unter anderem Bildungsformate wie Workshops, Vorträge oder andere Lernangebote, sofern sie der Allgemeinheit zugutekommen.
Anders als 2025, als kein einziges Projekt erfolgreich umgesetzt wurde, strebt das diesjährige Programm messbare Verbesserungen an: Alle geförderten Vorhaben müssen öffentlich zugänglich sein oder einen klaren Gemeinnutzen erbringen.
Das Kleinprojekte-Programm 2026 setzt auf mehr Jugendbeteiligung und digitale Barrierefreiheit. Mit den ab Ende März startenden Workshops und den anschließenden Förderentscheidungen könnten erfolgreiche Antragsteller ihre Ideen noch in diesem Jahr realisieren. Die Region erhofft sich dadurch eine Stärkung des ländlichen Raums als lebendigen Ort zum Leben, Arbeiten und Erholen.






