Massiver Protest: 38.000 Unterschriften gegen neue ICE-Strecke Hannover–Bielefeld
Horst FischerMassiver Protest: 38.000 Unterschriften gegen neue ICE-Strecke Hannover–Bielefeld
Eine Petition gegen die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld hat erhebliche Unterstützung erhalten. Bundesweit wurden über 38.000 Unterschriften gesammelt, darunter Zehntausende, die sich gegen neue Bahnprojekte in Deutschland aussprechen. Die Kampagne fordert eine Neuausrichtung der Bahnstrategie des Landes.
Die Petition „Deutschlands Fahrplan überdenken“ wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband in Ostwestfalen sowie lokalen Frauenverbänden in Ostwestfalen ins Leben gerufen. Gemeinsam sammelten sie 31.000 Unterschriften auf Papier und 6.600 Online-Unterschriften.
Die Unterzeichner fordern den Verzicht auf neue Hochgeschwindigkeitsstrecken, darunter auch die geplante Verbindung zwischen Hannover und Bielefeld. Zudem verlangen sie eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeiten von Zügen und setzen sich stattdessen für den Ausbau des bestehenden Netzes ein – als klimafreundlichere und kostengünstigere Alternative. Die Bahn plant jedoch, zusätzliche Gleise zu verlegen, um Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h zu ermöglichen und die Fahrzeit von 48 auf 31 Minuten zu verkürzen. Für die genaue Trassenführung wurden zwölf verschiedene Korridore vorgeschlagen.
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags wird sich in den kommenden Monaten mit der Kampagne befassen. Die Petition zeigt, wie groß der öffentliche Widerstand gegen das Hochgeschwindigkeitsprojekt ist. Die Entscheidung des Ausschusses könnte die Zukunft des Bahnausbaus in der Region prägen. Bis auf Weiteres bleibt die geplante Strecke in der Diskussion – ihre Notwendigkeit und ihre Auswirkungen bleiben umstritten.
