Mindestlohn steigt 2026 und 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde
Mindestlohn in Deutschland steigt 2026 und 2027 auf 14,60 Euro
Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland wird 2026 und 2027 erneut angehoben und erreicht bis zum Ende des Zeitraums 14,60 Euro. Die Erhöhungen folgen auf Jahre schrittweiser Anpassungen, seit der Mindestlohn 2015 erstmals eingeführt wurde. Unternehmen und Arbeitnehmer bereiten sich nun auf die finanziellen Auswirkungen der Änderungen vor.
Der gesetzliche Mindestlohn lag bei seiner Einführung 2015 bei 8,50 Euro pro Stunde. Bis 2022 hatte die Ampelkoalition ihn auf 12 Euro erhöht; aktuell beträgt er 12,82 Euro.
Ab dem 1. Januar 2026 steigt der Satz auf 13,90 Euro. Eine weitere Anhebung auf 14,60 Euro ist für 2027 vorgesehen. Von der ersten Erhöhung, die bereits 2025 in Kraft tritt, könnten bis zu 6,6 Millionen Arbeitnehmer profitieren.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) im Friseurgewerbe bezeichnete die geplanten Erhöhungen als "ausgewogen und verkraftbar". Dennoch passen einige Betriebe bereits ihre Preise an. Ein Friseursalon in Lünen, Nordrhein-Westfalen, plant beispielsweise eine Preiserhöhung von 4 bis 6 Prozent, um die höheren Lohnkosten auszugleichen.
Studien zufolge führt eine Erhöhung des Mindestlohns um 10 Prozent in der Regel zu einem Anstieg der Verbraucherpreise um 6,8 bis 7,8 Prozent. Das bedeutet, dass Alltagsdienstleistungen und -güter teurer werden könnten, da Unternehmen die gestiegenen Personalkosten an die Kunden weitergeben.
Die nächsten Mindestlohnerhöhungen werden in den kommenden zwei Jahren schrittweise umgesetzt. Geringverdiener erhalten höhere Löhne, während Betriebe – etwa in der Friseurbranche – ihre Preise anpassen könnten. Die Änderungen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, faire Löhne mit wirtschaftlicher Stabilität in Einklang zu bringen.






