29 June 2026, 18:23

Mysteriöser AfD-Redner Alexander Eichwald: Satire oder ernstgemeinte Provokation?

Die Suche nach Alexander Eichwald bleibt ergebnislos

Mysteriöser AfD-Redner Alexander Eichwald: Satire oder ernstgemeinte Provokation?

Ein weitgehend unbekannter Akteur namens Alexander Eichwald hat in der deutschen AfD für Aufsehen gesorgt. Seine jüngste Rede bei einer Jugendveranstaltung der Partei löste Spekulationen aus, ob sein Auftritt ernst gemeint oder eine satirische Aktion war. Die AfD distanzierte sich inzwischen von ihm und leitete ein Parteiausschlussverfahren ein, da Zweifel an seiner Vereinbarkeit mit den Werten der Partei bestehen.

Eichwald wandte sich bei der Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation mit Formulierungen wie „Parteigenossen“ an die Delegierten und sprach von einer „nationalen Pflicht“, die deutsche Kultur vor fremden Einflüssen zu bewahren. Ausschnitte seiner Rede verbreiteten sich rasant in den sozialen Medien – viele Nutzer zweifelten deren Echtheit an und vermuteten einen Scherz dahinter.

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Das Satiremagazin Titanic gab später an, für Eichwalds Auftritt verantwortlich zu sein, legte jedoch keine überprüfbaren Beweise vor. Unterdessen förderte eine Recherche der Zeit kaum belastbare Informationen über ihn zutage – außer parteinahe Musik, die er zuvor unter dem Künstlernamen „Alex Oak“ auf Deezer veröffentlicht hatte.

Eichwald selbst erklärte, er sei bereit, mit Medien zu sprechen, bestehe jedoch darauf, dies zunächst in einem Fernsehinterview zu tun. Er bezeichnete sich als russlanddeutsch und stammend aus Herford, doch weitere Details zu seiner Person blieben vage. Die AfD machte deutlich, Eichwald nicht als Mitglied behalten zu wollen, und leitete Schritte zu seinem Ausschluss ein. Sein kurzer, aber umstrittener Auftritt wirft mehr Fragen auf als er beantwortet. Die schnelle Reaktion der Partei unterstreicht ihre Sorge vor unautorisierten oder irreführenden Darstellungen ihrer Botschaften.

Quelle