07 April 2026, 22:14

On-Demand-Verkehr in Neukirchen-Vluyn scheitert 2025 an fehlender Finanzierung

Ein gelbes Taxi fährt auf einer Stadtstraße mit hohen Gebäuden, Passanten mit Regenschirmen, einer Brücke im Hintergrund und bewölktem Himmel.

On-Demand-Verkehr in Neukirchen-Vluyn scheitert 2025 an fehlender Finanzierung

On-Demand-Verkehrsprojekt in Neukirchen-Vluyn endet 2025 nach drei Jahren

Das Pilotprojekt für bedarfsgesteuerten öffentlichen Nahverkehr in Neukirchen-Vluyn wird Ende 2025 nach drei Jahren Betrieb eingestellt. Die Entscheidung folgt auf Bedenken hinsichtlich der langfristigen Wirtschaftlichkeit, obwohl das Angebot zunächst auf großes Interesse stieß und über 8.000 Nutzer registriert waren. Die lokalen Behörden hatten erhebliche Mittel in das Vorhaben investiert, doch ein tragfähiges Finanzierungsmodell ließ sich nicht etablieren.

Das unter dem Namen ODI bekannte Projekt sollte ein flexibles, digital gesteuertes Verkehrssystem für den Kreis Wesel schaffen. Gestartet war es mit Unterstützung der Stadt Neukirchen-Vluyn, des Nahverkehrsunternehmens NIAG sowie vier ortsansässigen Taxibetrieben – ergänzt durch 1,8 Millionen Euro Landesförderung über fünf Jahre. Ziel war es, die Mobilität in Gebieten zu verbessern, die schlecht an Busse und Bahnen angebunden sind.

In der Anfangsphase gab es technische Herausforderungen, doch die Nutzerzahlen stiegen stetig. Trotz der Beliebtheit gelang es den Verantwortlichen jedoch nicht, einen Weg zu finden, um den Betrieb ohne dauerhafte Subventionen aufrechtzuerhalten. Eine einjährige Verlängerung wurde mit zusätzlichen 560.000 Euro aus kommunalen Mitteln gesichert, sodass der Service noch bis zum 31. Dezember 2025 weiterläuft.

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Die Stadt Neukirchen-Vluyn, die das Projekt federführend leitete, bestätigte die Einstellung, nachdem sich keine finanziell tragfähige Perspektive abzeichnete. Dennoch lieferte das Vorhaben wertvolle Daten, die künftige Verkehrskonzepte in der Region prägen sollen.

Das Aus des dreijährigen Experiments mit flexiblen ÖPNV-Angeboten markiert zwar das Ende des Dienstes, doch die gewonnenen Erkenntnisse werden voraussichtlich in die weitere Verkehrsplanung einfließen. Behörden betonen, dass die Erfahrungen langfristig dazu beitragen werden, die Mobilitätsangebote für die Bevölkerung zu verbessern.

Quelle