02 May 2026, 12:14

Strabag wächst kräftig: 8,9 Mrd. Euro Umsatz und Rekordauftragsbestand im ersten Halbjahr 2025

Ein detaillierter architektonischerBlueprint einer Eisenbahnbrücke, der beschriftete konstruktive Komponenten wie Trägern und Balken auf Papier zeigt.

Strabag wächst kräftig: 8,9 Mrd. Euro Umsatz und Rekordauftragsbestand im ersten Halbjahr 2025

Strabag, Europas führendes Bauunternehmen, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 kräftiges Wachstum. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während sich der Auftragsbestand auf 28,4 Milliarden Euro belief – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unternehmenschef Stefan Kratochwill betonte die zentrale Bedeutung von Infrastruktur für den wirtschaftlichen Fortschritt.

Kratochwill übernahm im Februar 2025 die Führung des größten österreichischen Baukonzerns. Unter seiner Leitung hat Strabag den Fokus verstärkt auf die Instandhaltung und Modernisierung bestehender Projekte gelegt, statt ausschließlich Neubauten zu realisieren. Seit über 70 Jahren ist das Unternehmen im sozialen Wohnungsbau aktiv und baut diesen Bereich weiter aus.

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In Österreich hält Strabag mit einem Marktanteil von fünf Prozent eine führende Position, in Deutschland liegt der Anteil bei zwei Prozent. Die stärksten Umsatzzuwächse verzeichnete das Unternehmen in Polen, Tschechien und Deutschland. Gleichzeitig plant die Republik Österreich für 2025 Investitionen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro in die Bundesinfrastruktur – das entspricht zwei Prozent der Wirtschaftsleistung.

Auch in Innovation investiert Strabag kräftig: Jährlich fließen über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Ein aktuelles Projekt umfasste die Verschiebung der 40.000 Tonnen schweren A45-Talbrücke in Rinsdorf um 20 Meter – ohne die 485,5 Meter lange Konstruktion abzubauen. Kratochwill warnte, dass vernachlässigte Instandhaltung langfristig zu deutlich höheren Kosten führe und bezeichnete dies als „falsche Sparsamkeit“.

Er unterstrich, dass zuverlässige Infrastruktur das „Lebenselixier“ moderner Volkswirtschaften sei, da sie Entwicklung und Vernetzung erst ermöglicht. Die aktuellen Geschäftszahlen von Strabag spiegeln eine stetige Expansion in den wichtigsten europäischen Märkten wider. Mit einem wachsenden Auftragsbestand und kontinuierlichen Technologieinvestitionen bleibt das Unternehmen ein zentraler Akteur in der Baubranche. Die Warnungen des Vorstandsvorsitzenden vor steigenden Instandhaltungskosten verdeutlichen die langfristigen Herausforderungen bei der Finanzierung von Infrastrukturprojekten.

Quelle