TH Köln entwickelt sichere Cloud-Lösungen für den Mittelstand ohne Abhängigkeiten
Hans-Theo KuhlTH Köln entwickelt sichere Cloud-Lösungen für den Mittelstand ohne Abhängigkeiten
Neues Forschungsprojekt an der TH Köln: Dezentrale Cloud-Lösungen für den Mittelstand
Ein neues Forschungsvorhaben an der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) widmet sich den Herausforderungen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Nutzung von Cloud-Computing konfrontiert sind. Unter dem Namen DREAM zielt die Initiative darauf ab, dezentrale Lösungen zu entwickeln, die KMU mehr Kontrolle über ihre Daten geben. Aktuell nutzen weniger als 40 Prozent der deutschen Unternehmen Cloud-Dienste – oft aus Sorge um Sicherheit und Datenhoheit.
Am Projekt beteiligt sind neben der TH Köln die HK Business Solutions GmbH, die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) sowie der Cloud-Anbieter luckycloud GmbH. Das Team konzentriert sich auf die Entwicklung dezentraler Softwarearchitekturen, um die Sicherheit zu erhöhen und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu verringern. Die Forscher der TH Köln werden technologische Komponenten für sichere Datenräume entwickeln und testen, während HKBS die Koordination übernimmt und die praktische Umsetzung in Unternehmen begleitet.
Die JLU steuert zusätzliche Technologiemodule bei und analysiert, wie Unternehmen die Ergebnisse anwenden können. Als unabhängiger Cloud-Dienstleister unterstützt luckycloud die Übertragung der Projektergebnisse in die Praxis. Ziel ist es, KMU flexible und nachhaltige Lösungen anzubieten, mit denen sie die Hoheit über ihre Daten behalten.
Das Vorhaben steht nicht allein da: Mindestens vier weitere deutsche Einrichtungen forschen zu ähnlichen Themen. Dazu gehört die Hochschule Osnabrück, die im Rahmen von Projekten wie DMDZ sichere Digitalisierungslösungen erforscht, sowie das Unternehmen Solarize, das sich auf dezentrale Energie-Cloud-Systeme spezialisiert hat. StackIT und Cybus arbeiten gemeinsam an souveränen Industrie-Cloud-Lösungen, während das Fraunhofer-Institut für Surface Engineering und Thin Films (IST) Werkzeuge für digitale Transparenz entwickelt.
Die Ergebnisse von DREAM werden öffentlich zugänglich sein, sodass Unternehmen die Lösungen ohne Einschränkungen nutzen können. Das Projektteam hofft, damit zentrale Hürden abzubauen, die bisher eine breitere Cloud-Nutzung im Mittelstand verhindern.
Mit dezentralen Werkzeugen soll DREAM die Datensicherheit stärken und die Abhängigkeit von externen Anbietern verringern. Durch offene und praxisnahe Ergebnisse will die Kooperation mehr deutschen KMU den sicheren Einstieg in die Cloud-Technologie ermöglichen. Die Erkenntnisse könnten zudem die Arbeit anderer Forschungsgruppen auf diesem Gebiet ergänzen.






