Thyssenkrupp Steel setzt bis 2030 auf CEO Marie Jaroni – trotz radikaler Jobkürzungen
Hans-Theo KuhlDeutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Thyssenkrupp Steel setzt bis 2030 auf CEO Marie Jaroni – trotz radikaler Jobkürzungen
Thyssenkrupp Steel Europe verlängert Vertrag von CEO Marie Jaroni bis 2030
Marie Jaroni bleibt bis 2030 Geschäftsführerin von Thyssenkrupp Steel Europe – und ist damit die erste Frau an der Spitze des Unternehmens. Ihre Amtszeit fällt in eine Phase tiefgreifender Umstrukturierungen. Der Konzern beschäftigt derzeit 27.000 Mitarbeiter, plant jedoch bis 2030 aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen einen deutlichen Personalabbau.
Jaroni stieg im Oktober 2014 in den Vorstand von Thyssenkrupp Steel Europe ein. Vor ihrer Berufung zur CEO leitete sie die Bereiche Vertrieb und Transformation. Nun wurde ihre Führungskompetenz mit einer langfristigen Vertragsverlängerung gewürdigt.
Das Unternehmen steht unter Druck durch die globale Wirtschaftsschwäche und sinkende Stahlpreise. Um sich anzupassen, will es die Belegschaft bis 2030 von 27.000 auf 16.000 Mitarbeiter reduzieren. Jaroni spielte eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zum Umstrukturierungsabkommen, das auch eine Tarifvereinbarung umfasste.
Knut Giesler, Vertreter der IG Metall, zeigte sich mit den ausgehandelten Bedingungen einverstanden. Auch Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, lobte Jaronis Führung während des Prozesses.
Mit der Vertragsverlängerung ist ihre Position bis zum Ende des Jahrzehnts gesichert. Ihre Verhandlungen haben die zukünftige Belegschaftsstruktur und Unternehmensstrategie geprägt. Unter ihrer Leitung wird der Umstrukturierungsplan nun umgesetzt.






