Universität Duisburg-Essen verwandelt Essener Campus in lebendiges Zukunftszentrum
Horst FischerUniversität Duisburg-Essen verwandelt Essener Campus in lebendiges Zukunftszentrum
Die Universität Duisburg-Essen hat mit dem Projekt "Big Picture Essen" eine umfassende Modernisierung ihres Essener Campus eingeleitet. In den nächsten zehn Jahren soll das Gelände für mehrere hundert Millionen Euro komplett umgestaltet werden. Ziel ist es, den Standort in ein lebendiges Zentrum für Lehre, Forschung und gesellschaftliches Miteinander zu verwandeln.
Bereits jetzt haben die Bauarbeiten für die Aufwertung von Hörsälen und Seminarräumen begonnen; erste Abschnitte sollen 2023 fertiggestellt werden. Neben der akademischen Infrastruktur plant die Universität eine Übergangszone zwischen Campus und Essener Innenstadt. Dort sollen Urban-Gardening-Projekte, kulturelle Veranstaltungen und eine Freiluftbar entstehen.
Ein neues Forschungszentrum für Wassertechnologie ist bereits genehmigt, und ein eigenes Chemiegebäude befindet sich in Planung. Zudem werden viele Einzelbüros in offene Arbeitsbereiche mit Loungezonen und sogar Büroschaukeln umgewandelt. Weitere Vorschläge, die derzeit geprüft werden, umfassen eine universitätseigene Kita und eine Sportanlage im Freien.
Nach Abschluss der Arbeiten wird der Campus 30 Prozent mehr Fläche für Lehre und Forschung bieten. Noch nicht geklärt ist, wie viele der geplanten Gebäude auf neu erworbenem Gelände in der Nähe entstehen sollen.
Die vollständige Modernisierung des Essener Campus wird etwa ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen und Kosten im mittleren dreistelligen Millionenbereich verursachen. Der neu gestaltete Raum soll als Ort des Lernens, der Zusammenarbeit und der Freizeitgestaltung dienen – und so die Isolation von Studierenden und Mitarbeitenden verringern. Das Projekt markiert eine der größten Umgestaltungen in der jüngeren Geschichte der Universität.






