17 April 2026, 02:12

Von Eritrea nach Schildgen: Wie ein Geflüchteter sein Leben neu aufbaute

Offenes Buch mit handgeschriebenem genealogischen Familienbaumchart einer deutschen Familie, gefüllt mit detaillierten Linienangaben.

Von Eritrea nach Schildgen: Wie ein Geflüchteter sein Leben neu aufbaute

Eine neue Ausstellung und Veranstaltung in Schildgen erzählen die Geschichten von Geflüchteten, die sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben. Einer von ihnen ist Habte Abrahle, der 2015 aus Eritrea floh und heute als Greenkeeper arbeitet, während er eine Familie großzieht. Seine Reise – von der Überquerung der Sahara bis zur Ansiedlung in Deutschland – wird Teil der bevorstehenden Diskussion am 28. November im Himmel un Ääd sein.

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Habte Abrahle verließ Eritrea mit 25 Jahren, um dem obligatorischen Militärdienst und extremen Entbehrungen zu entkommen. Seine Reise begann mit einer gefährlichen Überquerung der Sahara in einem überfüllten Lastwagen, wo Nahrung und Wasser knapp waren. Viele überlebten die brutale Hitze nicht.

Nach seiner Ankunft in Deutschland 2015 verbrachte er die ersten Monate in einem Zelt, später in einem Frachtcontainer. Mit Unterstützung der Initiative Welcome to Schildgen lernte er Deutsch und erwarb das B1-Sprachzertifikat. Später sicherte er sich für vier Jahre ein Zimmer, während er Arbeit und Familienleben unter einen Hut brachte.

Abrahle absolvierte Praktika als Bäcker und Greenkeeper, bevor er eine feste Anstellung auf einem Golfplatz fand. Seine Frau schloss sich ihm 2021 nach sechsjähriger Trennung an, und heute haben sie drei Kinder. Obwohl er anfangs Rassismus erlebte, blieb er standhaft und baute sich ein stabiles Leben auf.

Seine Geschichte ist Teil von Angekommen, einer Ausstellung mit 21 farbigen Porträts von Geflüchteten im Himmel un Ääd, die noch bis zum 6. Dezember zu sehen ist. Am 28. November werden Abrahle und ein weiterer Geflüchteter im Rahmen der Veranstaltung Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen an gleicher Stelle ihre Erlebnisse teilen.

Die Ausstellung und die Veranstaltung beleuchten die Herausforderungen und Fortschritte von Geflüchteten wie Abrahle, der heute in Vollzeit arbeitet und seine Familie ernährt. Sein Weg – von der Flucht aus Eritrea bis zur Integration in die deutsche Gesellschaft – steht für sowohl Kampf als auch Widerstandsfähigkeit. Die Porträts können bis zum 6. Dezember besichtigt werden, die Diskussion findet am 28. November statt.

Quelle