Wiesbadens Kürbissuppen-Fest feiert ein kulturelles Wahrzeichen mit Tradition und Gemeinschaft
Olav RuppertWiesbadens Kürbissuppen-Fest feiert ein kulturelles Wahrzeichen mit Tradition und Gemeinschaft
Wiesbadens Kürbissuppen-Fest fand am Samstagmorgen im Kurpark statt und lockte etwa zwei Dutzend Besucher an. Im Mittelpunkt stand die berühmte Kürbisskulptur der Stadt, ein Wahrzeichen, das sich seit ihrer Entstehung im Jahr 2004 stetig weiterentwickelt hat. Mit orangefarbenen Kürbissen vor historischer Architektur verband das Fest Kunst, Tradition und Gemeinschaftsgeist auf einzigartige Weise.
Die Skulptur, ursprünglich vom Künstler Michael Bleyenberg gestaltet, wurde zunächst in der Nähe des Trinkbrunnens im Wiesbadener Kurpark aufgestellt. Was einst als einzelner Kürbis begann und zunächst als "Kitsch" kritisiert wurde, gewann mit der Zeit an Beliebtheit. 2018 musste das Werk wegen Sanierungsarbeiten im Park auf das Dern'sche Gelände umziehen. Ein Jahr später erweiterte Bleyenberg es zu fünf miteinander verbundenen Kürbissen – ein Symbol für Wachstum und Zusammenhalt.
Im Laufe der Jahre änderte sich die öffentliche Wahrnehmung, und die Skulptur avancierte zu einem geliebten Wahrzeichen. Ihr Umzug in die Nähe des Wochenmarktes ging auf den Wunsch der Anwohner zurück, die sie fortan als beliebten Fotospot annahmen. Das Fest selbst folgte einem Prinzip des "Gebens und Nehmens": Wer die von Künstler Volker Kutscher verfasste Ode an den Kürbis sang, durfte sich an der gespendeten Suppe erfreuen.
Die Kulisse des Kurparks verleiht der Veranstaltung besonderen Charme – herbstliche Farben treffen hier auf historisches Flair. Die Organisatoren bezeichneten das Fest als ein Highlight Wiesbadens, das Generationen, Kulturen und Geschmäcker verbindet. Auch die künstlerische Spannung zwischen Natur und Design, die die Skulptur ausstrahlt, wurde zum Gesprächsthema und vertiefte ihre Verbindung zur Identität der Stadt.
Das Kürbissuppen-Fest gab der Skulptur zudem ein neues Zuhause im Wiesbadener KunstHaus. Die Besucher nahmen nicht nur Suppe mit nach Hause, sondern auch gemeinsame Erlebnisse und ein gestärktes Bewusstsein für das künstlerische Erbe der Stadt. Die Veranstaltung festigte den Status der Skulptur als kulturelles Symbol, das nun fest in der lokalen Tradition verankert ist.






